Anne Kathrin Leins
Heidelberger Musiktherapiemanual: Migräne bei Kindern
24,90 EUR
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Reihe: Evidenzbasierte Musiktherapie (Bd. 2)
Herausgeber: Hans Volker Bolay, Andreas Dulger, Franz Resch
Berlin 2006, 275 Seiten, Paperback ISBN 978-3-937151-54-0
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Detailbeschreibung zum Produkt:
Kinder im schulpflichtigen Alter leiden sehr viel häufiger unter Kopfschmerzen, als die meisten Eltern und Lehrer es sich vorstellen können. Diese „Dunkelziffer“ entsteht deshalb, weil Kopfschmerzkinder mehrheitlich sehr ehrgeizig, kreativ und leistungsorientiert, aber auch überangepasst sind. Die kindliche Migräne, als eine der belastendsten Formen des Kopfschmerzes, wird auch heute noch oft von den betroffenen Kindern und Jugendlichen verschwiegen, von den Erwachsenen nicht richtig ernst genommen und somit nicht selten als „Theater“ zur Erklärung von Leistungseinbrüchen, d. h. schlechten Schulnoten, Unlust etc. ausgelegt.
Wir wissen heute, dass 80 bis 90 % aller Kinder und Jugendlichen in Deutschland zwischen 6 und 16 Jahren die Symptome des Kopfschmerzes aus eigener Erfahrung kennen. Trotz häufiger familiärer Disposition gibt es bisher keine auf dieses Alter abgestimmten Medikamente oder hochwirksamen Therapieverfahren. Dies war ein Grund, warum die Heidelberger Forschergruppe sich vor ca. vier Jahren die Entwicklung und wissenschaftliche Überprüfung eines wirksamen Therapiekonzepts aus der Musiktherapie zum Ziel gesetzt haben.
Das in diesem Buch beschriebene Behandlungskonzept entstand in enger, multidisziplinärer Zusammenarbeit zwischen den auf diesem Gebiet führenden Wissenschaftlern Prof. Dr. Bolay (Fachhochschule Heidelberg, Fakultät für Musiktherapie), Dr. Leins (Deutsches Zentrum für Musiktherapieforschung, DZM) und Prof. Dr. Resch (Universitätsklinik für Kinder- und Jugendlichenpsychiatrie, Heidelberg). Der Hauptanteil der Forschungsgelder für diese Arbeit wurde von der SRH-Stiftung, Heidelberg, bereitgestellt.
In nur 12 musiktherapeutischen Behandlungseinheiten (Einzeltherapie) in Verbindung mit zwei Elternberatungen und fachbezogener ärztlicher Voruntersuchung lassen sich nicht nur die Häufigkeit der Kopfschmerzattacken drastisch verringern, sondern in vielen Fällen auch ganz beseitigen. Damit ist diese manualisierte und evidenzbasierte Musiktherapie nachweislich wirksamer als die klassischen Medikamente, die zwar kurzfristig zu einer Schmerzeindämmung, aber kaum dauerhaft zur Auflösung des Schmerzsyndroms führen.